Die Arbeitslosigkeit raubt der ägyptischen Jugend die Zukunft. Die Hälfte der jungen Erwachsenen, die jedes Jahr auf den Arbeitsmarkt drängen, findet keine Stelle.

Der Klimawandel verschlimmert die Perspektive der ägyptischen Jugend weiter. Bekommt das Land sein Umweltproblem nicht in den Griff, gehen im Tourismus und in der Landwirtschaft in Zukunft weitere Millionen Stellen verloren.

Grüne Wirtschaft zahlt sich aus

Deshalb haben die SAD und ihre lokale Partnerin Alashanek ya Balady (AYB) den «Youth Innovation Fund Egypt» (YIFE) ins Leben gerufen. Der Fonds unterstützt junge Arbeitslose aus Kairo und Al-Minya dabei, eine Geschäftsidee zu entwickeln und umzusetzen, die auch der Umwelt nützt.

In einem einwöchigen Kurs lernen die Teilnehmenden, die alle aus sozial benachteiligten Familien kommen, unter anderem wie sie einen Businessplan entwerfen, einen Produkt-Preis berechnen und das Produkt verkaufen. Ein Fachgremium wählt die vielversprechendsten Konzepte aus. Sie erhalten im Anschluss eine Start-up-Finanzierung von der Sawiris Foundation.

Am Abfall verdienen

Auch Haged, Salua und Madani aus Al-Minya profitierten von einer Anschubfinanzierung. Das Team sammelt Abfälle aus Plastik, Metall, Papier oder Karton und bereitet sie für den Verkauf an eine Recycling-Fabrik auf. Mit dem Zuschuss aus dem Fonds kauften die drei einen Abfallkompressor. Damit können sie mehr Material laden und so Transportkosten sparen.

Das Startkapital zurückzahlen

Läuft ihr Geschäft erfolgreich weiter, zahlen Haged, Salua und Madani das Startkapital in den Fonds zurück. Ziel ist es, dass der Fonds nach fünf Jahren selbsttragend sein wird. Denn Ägypten braucht noch viele weitere Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer, welche die Wirtschaft nicht nur ankurbeln, sondern sie auch zum Wohle der Umwelt nachhaltig verändern.