Die Eskalation des Konfliktes im Südsudan, Dürre und Hungersnot zwangen viele Menschen zur Flucht. In den Flüchtlingslagern im Norden Ugandas benötigen speziell Frauen und Kinder psychosoziale Unterstützung.

Die Mehrzahl der geflüchteten Personen in Uganda sind Frauen und Kinder. Viele von ihnen sind traumatisiert – auch von den Erlebnissen auf der Flucht – und benötigen Hilfe bei der Verarbeitung ihrer Traumata.

Das Projekt der SAD basiert auf dem Women on the Move-Programm im Südsudan und reagiert auf die Bedürfnisse der Frauen und Kinder, welche dem Bürgerkrieg entkommen sind. Es unterstützt die geflüchteten Personen dabei, ein Gefühl der Normalität zurückzugewinnen.

Die 53-jährige Jennifer sagt: „Das Projekt hilft mir, mich besser zu fühlen. Es gibt mir Hoffnung und die anderen Teilnehmenden bieten Unterstützung und Vertrauen. Nach den Sport- und Spielaktivitäten fühle ich mich weniger gestresst.“

Psychosoziale Unterstützung durch Sport und Spiel

Damit Geflüchtete ihr Trauma bewältigen und ihr psychosoziales Wohlbefinden verbessern können, arbeitet die SAD mit der Community Psychosocial Support Organisation (CPSO) zusammen. Gemeinsam schaffen sie sichere Räume, in welchen sich die Frauen und Kinder wohl fühlen und über ihre traumatischen Erlebnisse sprechen können. Durch Sport und Spiel rücken ihre Sorgen für eine Weile in den Hintergrund. Die gemeinsamen Aktivitäten schaffen Zusammenhalt und fördern die gegenseitige Unterstützung. Sie helfen die schrecklichen Erfahrungen zu verarbeiten und neues Selbstvertrauen aufzubauen.

Frauen sorgen für sich und ihre Familien

Durch die Treffen verbessern die Frauen ihre Belastbarkeit und entwickeln neue Bewältigungsstrategien, wodurch es ihnen leichter fällt, den alltäglichen Tätigkeiten nachzugehen. Sie sind weniger gestresst oder verunsichert, können sich dadurch besser auf ihre Aufgaben konzentrieren und haben die Kraft diese zu erledigen. Ausserdem fördert Women on the Move die Bildung von Spar- und Kreditgruppen. Die Frauen haben dadurch die Möglichkeit, eigene kleine Geschäfte zu eröffnen und ihr Einkommen aufzubessern.